In Berlin-Neukölln ist am Samstagabend eine Auseinandersetzung zwischen mindestens vier Männern in einer Messerstecherei eskaliert. Zwei von ihnen mussten in die Klinik. Die Auseinandersetzung soll sich gegen 19.30 Uhr in der Donaustraße zugetragen haben. Nach ersten Erkenntnissen sollen laut Polizei mindestens vier Männer, 18, 40, 44 und 54 Jahre alt, in Streit geraten sein. Im Zuge des Streits sollen laut Polizei unter anderem Pflastersteine und ein Messer zum Einsatz gekommen sein. Während die beiden 40- und 54-Jährigen angaben, von dem 18-Jährigen mit einem Messer attackiert worden zu sein und sich lediglich gewehrt zu haben, gaben die beiden 18- und 44-Jährigen an, zuerst attackiert worden zu sein.

Zuerst eingetroffene Einsatzkräfte fanden eine völlig unübersichtliche Situation vor, wie die Polizei Berlin weiter mitteilt. Der 54-Jährige lag auf dem Gehweg und wies diverse Stichverletzungen im Bereich des Oberkörpers auf. Polizeikräfte begannen umgehend mit Erste-Hilfe-Maßnahmen und versorgten den Schwerverletzten bis zum Eintreffen des alarmierten Notarztwagens. Der Mann musste wenig später in einem Krankenhaus notoperiert werden.

Messerstecherei in Neukölln: Tatwaffen im Gully gefunden

Der 44-Jährige wies starke Kopfverletzungen auf, auch er musste von alarmierten Rettungskräften der Feuerwehr vor Ort versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht werden. Der 18-Jährige hatte eine gebrochene Nase und musste ambulant in einem Krankenhaus versorgt werden. Der 40-Jährige wies oberflächliche Schnittverletzungen auf, die vor Ort von Rettungskräften der Feuerwehr versorgt wurden. Beide Männer wurden erkennungsdienstlich behandelt und anschließend wieder entlassen. Nach Hinweisen von Zeugen fanden Einsatzkräfte in einem Gullyschacht ein Messer, das sichergestellt wurde.

Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung dauern an. Es ist zur Stunde nicht ausgeschlossen, dass der Streit mit der antiisraelischen Demo in Berlin-Neukölln am Samstag zu tun haben könnte. Teilnehmer skandierten auf der Demo „Drecksjude“. Es kam zu Auseinandersetzungen mit der Polizei Berlin. Journalisten wurden verletzt.