Bei einer Razzia gegen mehrere Verdächtige wegen illegalen Waffenbesitzes sind am Mittwoch sieben Objekte in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin durchsucht worden. Zahlreiche Waffen sowie mehrere Tausend Schuss Munition seien sichergestellt worden, teilte das Landeskriminalamt (LKA) MV mit.

Ermittelt werde gegen sechs deutsche Beschuldigte aus den Landkreisen Vorpommern-Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte sowie aus Berlin wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz sowie gegen das Waffengesetz. Festgenommen wurde zunächst niemand, wie es von der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hieß.

Polizei findet auch selbstgebaute Munition

Bei der Razzia wurden den Angaben zufolge neben Lang- und Kurzwaffen auch selbstgebaute Munition, Gegenstände zur Herstellung von Munition sowie Messer und Schlagstöcke gefunden. Durchsucht wurden demnach sechs Objekte im Nordosten und eine Wohnung in Berlin. An dem Einsatz seien 139 Beamte beteiligt gewesen, darunter auch Beamte von Spezialeinsatzkommandos (SEK).

Zum Hintergrund der Männer, gegen die ermittelt wird, wollte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg zunächst keine Angaben machen. Das sei Gegenstand der Ermittlungen, sagte er. Gegen fünf Beschuldigte im Alter zwischen 31 und 47 Jahren besteht laut LKA der Verdacht, im Besitz von Schusswaffen zu sein, ohne Genehmigungen dafür zu besitzen. Gegen den sechsten im Alter von 68 Jahren bestehe der Verdacht, ohne entsprechende Erlaubnis Patronenmunition hergestellt zu haben.