Berlin - Drei Männer haben sich in Berlin-Wedding als Polizisten ausgegeben und in einer Wohnung mehrere Menschen ausgeraubt. Nach Angaben der Polizei seien die Räuber am Montagabend gegen 21 Uhr zunächst in die Wohnung eines 27-jährigen Mieters an der Maxstraße gestürmt, wo sie nach einem bestimmten Anwohner suchten. Als sie bemerkten, dass sie in der falschen Wohnung standen, seien sie laut Polizei wieder zurück in den Hausflur gerannt. 

Anschließend hätten sich die falschen Polizisten Zutritt zu einer anderen Wohnung verschafft, in der sie sieben Personen mit einer Schusswaffe und einem Messer bedrohten. Laut Polizei hätten sie dann die Zimmer nach Wertgegenstände durchsucht. Da sich der 27-Jährige von dem Trio, das zuvor in seiner Wohnung gewesen war, bedroht gefühlt hatte, rief er zwischenzeitig die Polizei. Eintreffende Einsatzkräfte konnten die drei Verdächtigen im Alter von 24, 25 und 35 Jahren im Haus aufspüren und festnehmen.

Dabei wehrten sich die mutmaßlichen Räuber erheblich, sodass die echten Polizisten sie gewaltsam zu Boden bringen mussten, um weitere Angriffe abzuwehren. Zwei Verdächtige wurden verletzt. Als die Einsatzkräfte die Männer und den Tatort durchsuchten, fanden sie zwei Messer und eine Schusswaffe, so die Polizei. Die beiden verletzten Verdächtigen kamen anschließend in ein Krankenhaus, wo sie unter Beobachtung von Polizisten behandelt wurden. Danach kamen alle drei Beschuldigten in ein Polizeigewahrsam, wo ihre Identitäten festgestellt wurden.