Berlin - Bei einem Einsatz in Weißensee sind in der Nacht zu Sonntag Polizisten von einer etwa 20-köpfigen Jugendgruppe bedroht worden. Nach Angaben der Behörde waren die Beamten gegen 2.45 Uhr zu einem Streit zwischen zwei Gruppen in der Streustraße gerufen worden. Die Einsatzkräfte trennten die Parteien und begannen mit der Sachverhaltsklärung. Dabei gab ein 21-Jähriger den Einsatzkräften an, dass er von einem 18-Jährigen aus der anderen Gruppe mit einem Messer bedroht worden sein soll. Die Polizeibeamten nahmen den Tatverdächtigen daraufhin fest.

Kurz nach der Festnahme bewegte sich die Gruppe des 18-Jährigen auf die Polizisten zu, forderte die Freilassung des Festgenommenen und bedrohte die Einsatzkräfte. Die Jugendlichen führten traten und schlugen in die Luft. Aufforderungen der Beamten, Abstand zu halten und die polizeilichen Maßnahmen nicht zu stören, ignorierten sie und kamen stattdessen immer näher. „Erst die Androhung des Einsatzes von Reizgas und die Nachforderung von rund 25 Einsatzkräften führte zur Lageberuhigung“, teilte die Polizei mit. Die Beamten nahmen neben dem 18-Jährigen dann noch einen 23-Jährigen aus der Gruppe fest. Beide wurde nach Feststellung ihrer Identitäten später wieder entlassen.