Im Berliner Ortsteil Gesundbrunnen ist ein Streit in einer Wohngemeinschaft derart eskaliert, dass die Polizei zweimal anrücken und ein Feuer löschen musste. Demnach hatte eine 28-Jährige die Einsatzkräfte in der Nacht zu Donnerstag gegen 1 Uhr alarmiert, weil sie sich von ihrem 29-jährigen Mitbewohner bedroht fühlte, teilte die Polizei mit. Die Beamten konnten den Streit zunächst schlichten, wurden aber von der Frau morgens um 4.20 Uhr erneut zu der Wohnung gerufen.

Als die Polizisten an der Wohnungstür eintrafen, kam ihnen bereits Rauch entgegen. Nach Angaben der Frau habe der aggressive Mitbewohner eine Matratze in Brand gesetzt, so die Polizei weiter. Als die Einsatzkräfte den Mann zur Rede stellten, habe er sehr aggressiv reagiert. Laut Polizeiangaben schubste er seine Mitbewohnerin, die dabei leicht verletzt wurde. Anschließend sei er auf die Polizisten losgegangen. Da der Mann sich nicht beruhigte und die Lage immer bedrohlicher wurde, riefen die Beamten Verstärkung.

Zusammen mit der eingetroffenen Streife löschten die Polizistinnen und Polizisten das Feuer. Bei der Festnahme habe der mutmaßliche Brandstifter erheblichen Widerstand geleistet. Es seien mehrere Einsatzkräfte nötig gewesen, um ihn zu fixieren, hieß es vin der Polizei. Zwei Polizistinnen und zwei Polizisten erlitten aufgrund der Rauchgase Atemwegsreizungen. Gegen den 29-Jährigen wurden mehrere Strafverfahren, wie versuchte schwere Brandstiftung, Körperverletzung, tätlicher Angriff auf und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, eingeleitet. Ob er nun aus der Wohnung ausziehen muss, ist noch nicht geklärt.