Unfälle in Berlin: Zwei Radfahrer schwer verletzt, Autofahrerin geflüchtet

Wieder wurden die Unfälle von Rechtsabbiegern verursacht: Ein 34-Jähriger brach sich in Pankow ein Bein, ein 30-Jähriger Arm und Schlüsselbein.

Die Zahl der Fahrradunfälle ging in Berlin zuletzt leicht zurück (Symbolbild).
Die Zahl der Fahrradunfälle ging in Berlin zuletzt leicht zurück (Symbolbild).imago

Zwei Radfahrer sind in Berlin bei Verkehrsunfällen schwer verletzt worden. Sie wurden von den Rettungskräften in Krankenhäuser gebracht, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Zunächst war am Samstagvormittag ein 53-jähriger Lkw-Fahrer in Pankow rechts abgebogen, ohne den 34 Jahre alten Radfahrer zu sehen, der in gleicher Richtung geradeaus fuhr. Dieser geriet unter den Lastwagen und erlitt Verletzungen am Oberkörper, zudem brach er sich ein Bein.

Am Samstagnachmittag verunglückte in Friedrichshain außerdem ein 30 Jahre alter Radfahrer, als er einem rechts abbiegenden Auto, das den Radweg blockierte, ausweichen wollte. Er prallte gegen eine Straßenlaterne und stürzte. Der Mann brach sich einen Arm und das Schlüsselbein, er wurde außerdem am Kopf verletzt. Die Autofahrerin fuhr weiter, ohne Hilfe zu leisten.

2022 starben bisher sechs Fahrradfahrer in Berlin

In Berlin gibt es derzeit diverse Bemühungen, die Sicherheit für Fahrradfahrer zu verbessern, zum Beispiel, indem alte Fahrradwege ausgebaut und neue erschlossen werden. Die Zahl der Unfälle ging von knapp 8000 in den Jahren 2019 und 2020 zuletzt leicht zurück. Dennoch wurden in diesem Jahr bereits sechs Menschen durch Unfälle mit Autos getötet, zuletzt vor wenigen Tagen, als ein Radfahrer in Berlin-Reinickendorf von einem rechtsabbiegenden Lastwagen überrollt wurde. Der 56-jährige Mann verstarb am Unfallort.