BerlinGegner der Corona-Beschränkungen forderten die Polizei am Sonnabend zu einem Katz-und-Maus-Spiel im Berliner Bezirk Mitte heraus. Am Nachmittag versammelten sich wiederholt kleine, etwa zehnköpfige Gruppen von Corona-Skeptikern im Umfeld der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Die Polizei trennte die Versammelten – mit dem Ergebnis, dass diese sich wenige Meter entfernt erneut zusammenfanden. Angekündigt worden war die Aktion der Corona-Skeptiker als „Spaziergang mit dem Grundgesetz“. Anders als Demonstrationen müssen Spaziergänge nicht offiziell angemeldet werden. 

Die Teilnehmer des Corona-Protests setzten ihren sogenannten Spaziergang auch auf dem Alten Friedhof St. Marien und St. Nikolai am unteren Ende der Prenzlauer Allee fort. Die Polizei folgte ihnen wiederum und inspizierte den Friedhof. Vor der Volksbühne fanden sich auch einige Gegendemonstranten aus dem Antifa-Spektrum ein. 

Im weiteren Verlauf des Nachmittags versammelten sich zudem auf dem Alexanderplatz etwa 70 bis 80 sogenannte Querdenker. Sie lauschten selbst komponierten Liedern zum Thema Corona. Die Polizei beobachtete die Aktion und achtete auf die Einhaltung der Hygieneregeln. 

Foto: Eric Richard
Die Polizei ist den Corona-Skeptikern auf den Friedhof gefolgt.
Foto: Eric Richard
Sogenannte Querdenker versammeln sich am Alexanderplatz.