Berlin - Innerhalb der Polizei ist ein Streit darüber entbrannt, ob Menschen rechts sein dürfen oder nicht. Ausgelöst wurde die Auseinandersetzung von Manuel Ostermann. Er ist Bundespolizist und zugleich auch stellvertretender Bundesvorsitzender der deutschen Bundespolizeigewerkschaft. In einer Diskussion bei Twitter hatte Ostermann geschrieben: „Grundsätzlich: Rechts ist übrigens nichts Verwerfliches, genau so wie Links. Extremistische Auslegungen sind inakzeptabel. Ein wesentlicher Unterschied.“ 

Für diese Aussage bekommt der Polizist viel Zuspruch, wird aber auch aus den eigenen Reihen massiv angegangen, auch von dem Berliner Polizisten Oliver von Dobrowolski. Der 45-jährige Kriminalhauptkommissar der Polizei Berlin ist Gründer der Initiative Better Police, die sich kritisch mit problematischen Themen wie Racial Profiling und polizeilichen Kontakten in die Reichsbürgerszene oder auch rechtsextremen Chats zwischen Einsatzkräften beschäftigt.

Strukturelles Problem mit Rassismus oder Extremismus bei der Polizei?

Ostermann sei „ein Polizist, der immer wieder öffentlich dem Ansehen der Institution schadet“, schreibt Grünen-Mitglied von Dobrowolski. Es wäre „schön“, wenn man ihm „Grenzen“ aufzeige.

Die Realität sei aber eine andere. Der Polizist, der Mitglied bei den Grünen ist, schreibt weiter: „Sein Dienstherr unternimmt (wohl) nichts, seine Bubble feiert ihn und bei Wendt und Werteunion winkt die große Karriere.“ Das jedoch will Ostermann nicht auf sich sitzen lassen. Er schreibt: „Lieber Kollege von Dobrowolski. Erstens: Kein Mitglied in der #WerteUnion keine sog. Karriere. Zweitens: Schade ich keiner Institution. Drittens: Es gibt kein #Polizeiproblem. Viertens: Liege ich inhaltlich richtig. Fünftes: Grenzen aufzeigen, interessant. Und nun schönen Abend.“

Hintergrund des Streits zwischen den beiden Polizisten ist ein Statement Ostermanns zur Debatte, ob es bei der Polizei ein grundsätzliches strukturelles Problem mit rassistischen oder extremistischen Tendenzen gibt. Hierzu hatte sich der Bundespolizist klar positioniert: „Natürlich haben wir kein strukturelles Rassismus oder Extremismus Problem bei #Feuerwehr,#THW,#Rettungsdiensten oder sonstigen #Blaulichtorganisationen. Hier wird ja öfter mal schnell beschuldigt und selten entlastet.“