Berlin - Der Streit zwischen dem Vizepräsidenten des Deutschen Handball-Bundes Bob Hanning und dem SPD-Politiker Karl Lauterbach eskaliert. Der Gesundheitsexperte Lauterbach hatte die derzeit stattfindende WM in Ägypten in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie als „das falsche Turnier in dieser Zeit“ bezeichnet. Daraufhin hatte Hanning gepoltert, er möge es nicht, „wenn man uns Deutsche bevormundet und immer wieder von Dingen redet, überhaupt nicht vor Ort ist, aber immer weiß, was man dazu zu sagen hat“. 

An Lauterbach gerichtet sagte Bob Hanning weiter: „Ich will einfach mal sagen, dass ich mich gegen diese Show-Aussagen wehre. Wenn ich 20 Mal was sage, liege ich auch einmal richtig. Das ist der pure Populismus, diese Geilheit nach Talkshows. Das ist aber alles nicht zielführend.“

Bei Twitter wehrt sich Karl Lauterbach nun gegen den Vorwurf des Populismus. Der Politiker schrieb am Montag: „DHB Vize Präsident Hanning wirft mir Populismus vor. Was ist populär an meiner Position, dass Handball in Ägypten, mit vielen Corona Spielausfällen, jetzt falsches Signal setzt?“ Zudem wünsche er sich „selbst jeden Tag, dass risikofreier Sport wieder möglich wird“.