Das völlig überfüllte Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos steht wegen Corona-Verdacht ab sofort unter strenger Quarantäne.
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LesbosAuf der griechischen Inseln Lesbos ist ein völlig überfülltes Lager für Migranten von den Behörden wegen Verdacht auf Corona unter Quarantäne gestellt worden. Das gaben offizielle Stellen bekannt. Die Quarantäne gilt zunächst für 14 Tage. Zuvor wurde ein Mann, der zeitweise außerhalb des offiziellen Lagers Moria gelebt hatte, positiv auf Covid-19 getestet worden war.

Der 40-jährige Somalier ist nach offiziellen Angaben der erste bestätigte Coronavirus-Fall im Lager Moria. Hier leben nach offiziellen Angaben 12.714 Menschen bei einer Kapazität von 2757 Menschen. Das griechische Migrationsministerium teilte weiter mit, dass bis zum 15. September „kein Betreten oder Verlassen des Lagers“ erlaubt sei. Zudem werde die Polizeipräsenz im Lager erhöht um „sicherzustellen, dass die Ausgangssperre eingehalten wird“.

Nur spezielle Mitarbeiter dürfen das Lager nach Messung ihrer Körpertemperatur betreten. Die Kontakte des somalischen Mannes werden nach Angaben des Ministeriums derzeit nachverfolgt. Zudem würden „umfangreiche Coronavirus-Tests an den Bewohnern des Lagers durchgeführt“.