London - In Großbritannien sind am Freitag neue Einreiseregeln nach dem Brexit in Kraft getreten. EU-Bürger müssen seit dem 1. Oktober bei der Einreise ins Vereinigte Königreich einen gültigen Reisepass vorzeigen, ein Personalausweis reicht nicht mehr aus. Die britische Regierung sieht darin einen notwendigen Schritt im Kampf gegen Kriminalität und illegale Einwanderung.

Innenministerin Priti Patel erklärte am Donnerstagabend mit Blick auf das Inkrafttreten der neuen Regelung, Großbritannien müsse „gegen Kriminelle vorgehen, die mit gefälschten Dokumenten illegal in unser Land gelangen wollen“. Mit dem Ende der Ankerkennung „unsicherer Personalausweise“ stärke die Regierung die Grenzen und folge dem Wunsch der Bevölkerung, „wieder die Kontrolle über unser Einwanderungssystem zu übernehmen“.

Die Änderung tritt in Kraft, während in Großbritannien als eine Folge des Brexits Tausende Lastkraftwagenfahrer fehlen. Speditionsunternehmer warnen, die neue Pass-Pflicht lege Fahrern weitere Hürden in den Weg.