Potsdam - In Potsdam hat eine Bar die 2G-Regel für Gäste eingeführt. Wie der RBB berichtet, müssen Besucher der Unscheinbar künftig einen Nachweis über ihre Impfung oder ihre Genesung erbringen. Bislang ist für die Gastronomie in Brandenburg vorgeschrieben: Gäste müssen geimpft, genesen – oder aber getestet sein. Darüber hinaus gelten Beschränkungen für Gastronomiebetriebe.

Der Barbesitzer begründet die Maßnahme mit der Latenz, während der man noch über drei Tage hinweg infektiös sei. Wenn sich dies in seinem Lokal vollziehe, wäre das ein „Riesenproblem“, sagt Helbl. Deshalb habe er die 2G-Regel in seiner Bar eingeführt. Ziel der Maßnahme ist für Helbl eine Vollauslastung der Unscheinbar in den Herbst- und Wintermonaten, heißt es.

Dehoga lehnt 2G-Regel ab

Derzeit gelten auch in Brandenburg noch Abstandsregeln, weshalb Gastronomiebetriebe ihr Platzangebot einschränken müssen. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) lehnt eine 2G-Regel ab. Olaf Lücke, Hauptgeschäftsführer der Dehoga, sagte gegenüber dem RBB: „2G ist aus unserer Sicht nicht die Lösung der Probleme, für die wir hier an der Stelle mal die Politik verantwortlich machen müssen.“ 2G schließe einen Teil der Gäste aus, so Lücke. Dies könne nicht der Weg der Lösung sein.

Die Unscheinbar ist noch eine Ausnahme in der Region. In Hamburg jedoch gilt seit dem Wochenende die 2G-Regel, wenn Gastronomiebetriebe sich für diese angemeldet haben. Getestete haben dann keinen Zugang zu Bars, Kneipen, Theatern, Kinos und Restaurants. Geimpfte und Genesene hingegen kommen in den Genuss von Lokalen und Veranstaltungsorten ohne Beschränkungen wie Abstandsvorgaben, Tanzverbot sowie Vorgaben zu Sitzplätzen und Tischanordnung.