Potsdam - Nach Jahren der Ungewissheit: In Potsdam kann mit dem Bau der Synagoge begonnen werden. Das Land Brandenburg werde mit der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) das Synagogen- und Gemeindezentrum auf dem Gelände der Schloßstraße errichten, kündigte Kulturministerin Manja Schüle (SPD) am Donnerstag an. 

Mehr als 75 Jahre nach der Shoa und rund 30 Jahre nach der Wiedergründung der ersten jüdischen Gemeinde in Brandenburg hätten Juden Anspruch auf eine sichere Heimstatt und auf ein religiöses und kulturelles Zentrum.

Langjähriger Wunsch der jüdischen Community  

Eine Synagoge und ein Gemeindezentrum seien ein langgehegter Wunsch der jüdischen Community in Potsdam, sagte Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Potsdam sei bislang die einzige Landeshauptstadt ohne klassischen Synagogenbau.

Baubeginn soll nach den Angaben in diesem Jahr sein, die Eröffnung ist für 2024 geplant. Das Land finanziert das Projekt mit rund 13,7 Millionen Euro. Bislang konnten sich der Landesverband West der jüdischen Kultusgemeinden und der Landesverband der jüdischen Gemeinden Brandenburg nicht über Bau und Betrieb des religiösen Zentrums einigen.