Potsdam - Die Nachbarn von SPD-Kanzlerkandidat, Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz sind offenbar verärgert. Wie der Spiegel berichtet, seien Anwohner wegen der massiven Sicherheitsvorkehrungen, die für Scholz getroffen werden, verstimmt. Zum einen sollen etwa alle ein bis zwei Stunden Polizeistreifen in dem Mehrfamilienhaus und auf dem Grundstück patrouillieren. Zum anderen seien bereits Anwohner beim Gang über den Hof begleitet worden. Darüber hinaus sei ein Strahler installiert worden, der nachts bis in die Wohnungen anderer Mieter leuchte. 

Verärgert seien die Nachbarn auch über die angeblich unterbliebene persönliche Vorstellung des Ehepaars Scholz. Zum Eklat kam es laut Spiegel-Bericht an diesem Montag: Die Wohnungsverwaltung soll den Polizisten ein Hausverbot erteilt haben. 

Der Bundesfinanzminister und seine Ehefrau, die brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst, wohnen seit April in der Wohnung in Potsdam. Trotz massiver Sicherheitsvorkehrungen war an seinem bisherigen Wohnort mehrfach eingebrochen worden.