Blaulicht der Polizei
Foto: dpa/Patrick Pleul

PotsdamDie Bundesanwaltschaft hat in Potsdam einen Syrer festnehmen lassen, der als Mitglied einer terroristischen Vereinigung an Kriegsverbrechen beteiligt gewesen sein soll. Wie der Generalbundesanwalt in Karlsruhe mitteilte, erfolgte der Zugriff am Dienstagmorgen durch Beamte des Landeskriminalamts Brandenburg. 

Die Bundesanwaltschaft wirft dem Syrer vor, im Jahr 2013 als Mitglied an der terroristischen Vereinigung „Ahrar aI-Tabka“ in Syrien beteiligt gewesen zu sein. „Ziel der Gruppe und des Beschuldigten war es, die politische Ordnung in seinem Heimatland mit Waffengewalt zu verändern und in stärkerem Maße an religiösen Maximen im Sinne einer islamisch geprägten Ordnung auszurichten“, heißt es in einer Mitteilung der Behörde. Neben dem Regime des syrischen Machthabers Bashar Al-Assad seien deshalb zugleich „Ungläubige und Abtrünnige“ bekämpft worden.

Der Mann soll mit einem Maschinengewehr bewaffnet an Kämpfen teilgenommen und so gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen haben. Die Ermittler werfen ihm auch vor, Wohnungen in der Stadt Tabka für Kämpfer beschafft zu haben, indem er die Eigentümer vertrieb.

Als sich die „Ahrar al-Tabka“ im August 2013 der terroristischen Vereinigung „Ahrar al-Sham“ anschloss, soll der Beschuldigte dies gebilligt und sich fortan der neuen Befehlsstruktur unterstellt haben.

Gegen den Syrer liegt ein Haftbefehl vom 14. August vor. Er soll dem Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof vorgeführt werden.