PotsdamIn der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam ist der kritische Ansteckungsgrenzwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen deutlich überschritten worden. Aktuell liegt er bei 62,1. Dies teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch mit. Damit treten laut Umgangsverordnung des Landes ab Donnerstag verschärfte Regeln in Kraft.

Nach den jüngsten Gesprächen von Bund und Ländern werde man sich auf weitere Einschränkungen in den kommenden Wochen einstellen müssen, um den dynamischen Anstieg zu stoppen, sagte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD). Vor einer Woche sei in Potsdam der erste Inzidenz-Grenzwert von 35 überschritten worden.

Ab einem Wert von über 50 gestattet die Umgangsverordnung nur noch den gemeinsamen Aufenthalt von bis zu zehn Personen oder den Angehörigen des eigenen Haushalts im öffentlichen Raum. Feiern in Privaträumen darf es dann nur noch mit maximal zehn Personen aus zwei Hausständen und in angemietetem Räumen mit maximal zehn Personen geben.

Für öffentliche Veranstaltungen gelten neue Teilnehmer-Grenzen: maximal 150 Personen im Freien und 100 in geschlossenen Räumen. In Gaststätten gilt neben dem Abstandsgebot auch ein Alkohol-Ausschankverbot nach 23 Uhr. Bestehen bleibt die am Sonnabend in Kraft getretene Maskenpflicht in der Brandenburger Straße, im Umfeld des Hauptbahnhofs sowie auf den Wochenmärkten bei Betrieb.