Präsidentenberater: „Ukraine wird Lösung finden, Starlink am Laufen zu halten“

Elon Musk will nun Geld für die Nutzung seines Starlink-Satelliten haben. Präsidentenberater Mychajlo Podoljak zeigt Verständnis dafür.

Eine Antenne des satellitengestützten Breitbandsystems Starlink 
Eine Antenne des satellitengestützten Breitbandsystems Starlink AFP/Yasuyoshi Chiba

Mychajlo Podoljak, ein Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, hat Verständnis für Elon Musks Kehrtwende bei der Nutzung des Starlink-Satelliten gezeigt. „Elon Musk hat uns geholfen, die kritischsten Momente des Krieges zu überstehen“, schrieb Podoljak auf Twitter. Die Ukraine werde einen Weg finden, damit Starlink weiter in Betrieb bleiben könne. „Unternehmen haben das Recht auf eigene Strategien.“ Man erwarte aber, dass SpaceX bis zum Ende der Verhandlungen eine stabile Verbindung bereitstelle.

Tech-Milliardär Elon Musk hatte Freitag damit gedroht, die Starlink-Kosten mit seiner Raumfahrt-Firma SpaceX nicht mehr zu tragen. SpaceX wolle keine Erstattung bisheriger Ausgaben, schrieb Musk bei Twitter. Man könne aber „auch nicht das bestehende System unbefristet bezahlen UND Tausende weitere Terminals schicken“. Die Ukraine koste SpaceX rund 20 Millionen Dollar (20,6 Millionen Euro) monatlich.

Für den ukrainischen Widerstand gegen Russland seit siebeneinhalb Monaten ist die Nutzung des Satelliten-Internetdienstes Starlink unverzichtbar. Das System stellt schnelle Internetverbindungen über eigene Satelliten her. In Gebieten, in denen es aufgrund zerstörter Infrastruktur keinen Zugang zu Mobilfunk und Internet mehr gibt, dient es sowohl Zivilisten als auch dem ukrainischen Militär als wichtiges Kommunikationsmittel.