Nach jahrelanger Diskussion soll der Friedrich- Ludwig-Jahn-Sportpark neu gebaut werden. „Vor dem Hintergrund der Wirtschaftlichkeit, dem Raumprogramm, der städtebaulichen Rahmenbedingungen und den besonderen Anforderungen an ein Inklusionsportstandort hat das Lenkungsgremium entschieden, das Stadion unter Einbeziehung der wesentlichen identitätsstiftenden Merkmale des Jahnsportparks neu zu bauen“, hieß es in einer Mitteilung der Senatsverwaltung für Inneres, Digitalisierung und Sport am Mittwoch. Der zweiphasige Realisierungswettbewerb für das Stadion mit einem städtebaulichen, landschaftsplanerischen Ideenteil solle im Frühjahr 2022 ausgelobt werden.

Der Jahn-Sportpark soll zur Inklusionssportanlage entwickelt werden, um Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen Zugang zur Sportausübung und zum Sporterleben zu ermöglichen. Bei der drittgrößten Sportstätte Berlins war zum Ende des Jahres 2020 die Betriebserlaubnis ausgelaufen, da das 1951 erbaute Stadion abgerissen werden und einer neuen Arena weichen sollte.

Nach Protesten wurde dieser Vorgang gestoppt und ein Werkstattverfahren eingesetzt. Dabei sollten drei verschiedene Planungsszenarien vom Umbau und Erhalt des Stadions, Abriss und Neubau sowie Stadion-Neubau an alternativer Stelle im Sportpark und Teilnutzung des bestehenden Stadions bearbeitet werden.

Temporäre Nutzung als Fußballstadion seit Sommer

Das eigentlich geschlossene Stadion war im vergangenen Sommer für eine temporäre Nutzung umgestaltet worden. Der FC Viktoria 89 Berlin trägt hier die Heimspiele in der 3. Fußball-Liga aus.