London - Prinz William hat den von seinem Bruder Prinz Harry und dessen Frau Meghan erhobenen Rassismusvorwürfen gegen das britische Königshaus widersprochen. „Wir sind keine rassistische Familie“, sagte der 38-Jährige am Donnerstag beim Besuch einer Schule in London. Er habe seit dem am Sonntagabend (US-Ortszeit) ausgestrahlten Interview noch nicht mit seinem Bruder gesprochen, erklärte William auf Nachfrage von Reportern. „Aber ich werde das tun.“

Meghan und Harry hatten in ihrem Enthüllungsinterview mit der US-Moderatorin Oprah Winfrey der royalen Familie mangelnde Unterstützung und rassistische Gedankenspiele vorgeworfen. So sei es im Königshaus vor der Geburt ihres Sohnes Archie Thema gewesen, wie dunkel dessen Hautfarbe sein würde. Meghan ist das erste Mitglied der Familie mit afroamerikanischen Wurzeln, ihre Mutter ist schwarz. Das Königshaus hatte am Dienstag in einem knappen Statement mitgeteilt, man werde die Rassismusvorwürfe „privat“ klären.