Berlin - Mehrere tausend pro-palästinensische Demonstranten sind am Mittwochabend vom Alexanderplatz durch Mitte gezogen. Der Protest stand unter dem Motto „Gegen die israelische Aggression in Palästina“. 500 Teilnehmer waren angemeldet. 

Abstände wurden größtenteils nicht eingehalten, ein Teil der Demonstranten trug zudem keine Masken. Die Polizei wies über Lautsprecherdurchsagen mehrfach auf die Einhaltung der Hygienevorschriften hin und drohte bei Nichtbeachtung mit Auflösung. 

Die Demonstranten riefen Parolen wie „Israel isn't real“ und „Kindermörder Israel“, sie riefen dazu auf, Tel Aviv zu bombardieren und warfen den Medien vor, einseitig zugunsten Israels zu berichten. Die Stimmung war aufgeheizt, die Polizei nahm mehrere Demonstranten fest. Gegen 19 Uhr beendete der Veranstalter die Kundgebung regulär.

Eine pro-palästinensische Demo mit rund 3500 Teilnehmern am vergangenen Sonnabend in Neukölln war eskaliert. Die Einsatzkräfte hatten versucht, die Demonstration aufzulösen, weil Hygiene-Auflagen nicht eingehalten worden waren. Über Stunden bekamen die Einsatzkräfte die Lage nicht unter Kontrolle. Pflastersteine, Flaschen und Feuerwerkskörper flogen. Die Polizisten setzten Pfefferspray ein. 93 Polizisten wurden verletzt, 59 Demonstranten festgenommen.