Bonn - Die deutsche Bevölkerungszahl wird sich einer neuen Prognose zufolge bis 2040 leicht verringern. Zu diesem Schluss kommt das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in einer aktuellen Berechnung. Für das Jahr 2040 gehen die Experten von einer Bevölkerungszahl von 81,9 Millionen Menschen aus. 

Im Vergleich zu 2020 würde das ein Minus von rund 1,3 Millionen Einwohnern bedeuten, wie das Bundesinstitut am Dienstag in Bonn mitteilte. Der Rückgang sei damit allerdings geringer als von vielen erwartet. In der Prognose heißt es dementsprechend, dass sich die Bevölkerungszahl in Deutschland „langfristig relativ stabil entwickeln“ werde. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen Großstädten und strukturschwachen Gegenden abseits der Metropolen.

In 20 Jahren knapp vier Millionen Berliner

Das gilt auch für Berlin. Die Hauptstadt könnte nach der Prognose in den nächsten Jahrzehnten weiter an Einwohnern zulegen. Das Bundesinstitut erwartet, dass 2040 rund 3,96 Millionen Menschen in der Stadt leben werden. Das wären knapp 10 Prozent mehr als zum Vergleichszeitpunkt der Prognose, dem Jahr 2017. Als Gründe nennt das Institut Zuzug und Geburtenüberschüsse. Überdurchschnittliche Zuwächse sieht die Berechnung bei Menschen unter 20 und über 65 sowie bei Frauen. Auch Potsdam und mehrere an Berlin grenzende Landkreise gewinnen nach der Prognose weiter an Einwohnern.