Berlin - Die Frauen-Union der CDU fordert ein Verbot der Prostitution sowie gesundheitliche und psychologische Betreuung für alle Aussteigerinnen. In den meisten Fällen seien Frauen nicht freiwillig Prostituierte, sagte FU-Chefin Annette Widmann-Mauz den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Freitag. „In Wahrheit bildet die angemeldete Prostitution nur einen Bruchteil der realen Verhältnisse ab.“

„Und auch dort werden Frauen erniedrigt, gedemütigt, entwürdigt – und das ist durch ein Gesetz auch noch rechtlich abgesichert“, beklagte Widmann-Mauz, die auch Integrationsstaatsministerin der Bundesregierung ist. In einem ersten Schritt solle der Sexkauf von Schwangeren und Frauen unter 21 Jahren verboten werden. Dafür solle die Bestrafung der Freier erweitert werden.

Widmann-Mauz will perspektivisch Sexkauf generell verbieten

Auf die Frage, warum aus Sicht der CDU-Frauen über Zwangsprostitution hinaus perspektivisch generell jeder Sexkauf verboten werden solle, sagte Widmann-Mauz: „Die Frage ist doch, ob der Staat die Würde der Frau und ihr Intimstes zur legalen Ware macht.“

In Deutschland ist Prostitution legal, es gibt allerdings strafrechtliche Regelungen gegen Zwangsprostitution.