Aktivisten der „Letzten Generation“ haben Donnerstagmorgen die Straßen rund um das Frankfurter Tor blockiert und so für lange Staus gesorgt. Clara Herrmann (Grüne), Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, kam dazu und bekannte sich per Videobotschaft ausdrücklich zu den Protesten. Die Berliner FDP fordert deswegen nun Herrmanns Rücktritt.

In dem Video sagt Herrmann: „Ich bin heute hergekommen, um zu zeigen, dass es eine Solidarität gibt und dass wir gemeinsam anpacken müssen, um die Klimakrise zu bewältigen.“ Herrmann betont, dass sie als Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg spreche.

FDP: Sie spricht als Repräsentantin des Staates und darf das nicht gut finden

Die Berliner FDP fordert dafür Konsequenzen: „Wer sich zum Unrecht bekennt, schafft Unrecht und ist dadurch nicht für ein öffentliches Amt geeignet“, twitterte Michael Heihsel von der FDP. In ihrem öffentlichen Amt verteidige Herrmann den Rechtsbruch so wie Donald Trump.

Heihsel sagte der Berliner Zeitung: „Clara Herrmann spricht hier nicht als Privatperson oder als Grünen-Mitglied, sondern als Bürgermeisterin. Als Bezirksbürgermeisterin ist sie Repräsentantin des Staates und darf eine unangemeldete Demo nicht unterstützen.“

Sein Parteikollege Sascha Hey teilte das Video auf Twitter ebenso und schrieb, dass Herrmann mit der unangemeldeten Demo eine Straftat unterstütze und deswegen nicht tragbar sei.