Bestensee/Cottbus/Senftenberg/Guben - Mit Autokorsos haben am Wochenende Menschen im Süden Brandenburgs gegen die geltenden Corona-Bestimmungen demonstriert. Nach Polizeiangaben nahmen insgesamt etwa 436 Fahrzeuge an den Protesten teil. Die Aktionen verliefen demnach überwiegend friedlich.

So fuhren am Sonntag von Bestensee (Dahme-Spreewald) aus über 200 Oldtimer knapp 70 Kilometer über Land, um gegen die geltende Eindämmungsverordnung mit nächtlichen Ausgangsbeschränkungen zu protestieren.

Rentner versucht, Corona-Protest aufzuhalten 

In Cottbus fuhren etwa 70 Autos über zwei Stunden durch die Innenstadt, in Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) waren es etwa 70 Fahrzeuge. Dort fand auch eine Gegendemonstration mit rund 20 Teilnehmern statt. Ein 66-Jähriger trat auf die Fahrbahn und versuchte, den Autokorso zu stoppen, wie Polizeisprecher Maik Kettlitz am Sonntag weiter berichtete. Gegen den Mann werde nun unter anderem wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz ermittelt.

Bereits am Sonnabend hatten in Guben 60 Fahrzeuge und in Spremberg (Spree-Neiße) 36 Autos ihre Runden durch die Innenstadt gedreht. Der Landkreis ist derzeit Corona-Hotspot im Land Brandenburg mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 200.