Paris (dpa) - In Frankreich hat es nach dem Ausgang der Präsidentschaftswahl am Abend in mehreren Städten Proteste gegeben. In Lyon kam es zu Zusammenstößen zwischen linken Gruppen, „Gelbwesten“-Demonstranten und der Polizei, berichtet der Sender BFMTV. Die Nationalpolizei schritt ein und beendete die Ausschreitungen.

Auch in Paris kamen Demonstranten an mehreren Plätzen zusammen, die weder Sieger Macron noch seine Konkurrentin Le Pen für eine sinnvolle Wahl hielten, meldet die Zeitung Le Parisien. Nennenswerte Ausschreitungen gab es in der Hauptstadt nicht.

Auf dem Place de la République setzten Beamte Tränengas und Sprengsätze ein, um die Demonstranten zu vertreiben. Proteste wurden auch aus dem Bezirk Chatelet gemeldet. Auch in Rennes kam es zu Zusammenstößen zwischen 250 Demonstranten und der Polizei, dort hatte es bereits nach der ersten Wahlrunde zu Krawallen von linken Gruppen sowie Protesten gegen extreme Rechte gegeben.

Emmanuel Macron hat sich bei der Präsidentschaftswahl gegen seine rechte Herausforderin Marine Le Pen durchgesetzt. Er kam auf knapp 59 Prozent der Stimmen. Le Pen holte trotz ihrer Niederlage mit über 40 Prozent der Wählerstimmen das historisch beste Ergebnis ihrer Partei.