Protestwochen gegen geplantes Abschiebezentrum am BER

„Wir werden den Bau des Abschiebezentrums BER nicht zulassen“, betonte die Sprecherin der Initiative. Am Mittwoch sollen die Proteste losgehen.

Flughafen Berlin-Brandenburg
Flughafen Berlin-Brandenburgimago

Gegen einen von der Brandenburger Landesregierung geplanten Bau für Asylsuchende und Abzuschiebende am Flughafen Berlin-Brandenburg gibt es erneut Proteste. Die Initiative Abschiebezentrum BER verhindern rief am Montag in Potsdam zu Aktionswochen auf. Sie sollen am Mittwoch starten und bis zum 10. November andauern. Es gehe darum, Politiker und Politikerinnen der Brandenburger Regierungsparteien zur Verantwortung zu ziehen.

Laut Initiative steht die Entscheidung über den Bau des Behördenzentrums unmittelbar bevor. Am 10. November soll sich demnach der Innenausschuss des Landtages mit der Finanzierung beschäftigen. Allerdings sei die Planung bislang intransparent und undemokratisch abgelaufen, erklärte eine Sprecherin der Initiative. Bereits in den vergangenen Wochen kam es immer wieder zu einzelnen Protestaktionen gegen das geplante Zentrum.

„Wir werden den Bau des Abschiebezentrums BER nicht zulassen“, betonte die Sprecherin der Initiative. Das Zentrum in Schönefeld solle Wegbereiter einer verschärften Grenzpolitik sein. Auch in Düsseldorf und in Passau sind demnach Abschiebegefängnisse in Planung.