Berlin - Gegen vier mutmaßliche Drogenhändler hat am Berliner Landgericht der Prozess begonnen. Die 24- bis 30-Jährigen sollen ab Januar 2021 als Bande agiert haben, um sich Rauschgift in größeren Mengen zu beschaffen und gewinnbringend zu verkaufen. Ein 26-jähriger Angeklagter habe Kontakte zu holländischen Lieferanten hergestellt und Drogen geordert, so die Staatsanwaltschaft. Die vier Angeklagten – drei Männer und eine Frau – schwiegen nach Verlesung der Anklage am Freitag zunächst zu den Vorwürfen.

Angeklagte sollen drei Kilo Kokain für 109.000 Euro verkauft haben

Laut Ermittlungen sollen sich die mutmaßlichen Bandenmitglieder Kokain, Cannabis oder MDMA in den Niederlanden beschafft, dann in Berlin zwischengelagert, portioniert und verkauft haben. Zwei der Angeklagten hätten Rauschgift in „konspirativ umgebauten“ Autos an Abnehmer im Berliner Stadtgebiet ausgeliefert, heißt es weiter in der Anklage. Ein 24-jähriger Angeklagter sei für die Beschaffung von Transportfahrzeugen zuständig gewesen. Der Student soll zudem „als Bunkerhalter für die Verwahrung von Handelserlösen und Betäubungsmitteln“ zuständig gewesen sein.

Zwei 26- und 30-jährige Angeklagte sollen im April etwa drei Kilogramm Kokain für 109.000 Euro von gesondert verfolgten Dealern angekauft haben. Die Übergabe habe in einer Tiefgarage im Stadtteil Mitte stattgefunden. Dabei seien die Männer festgenommen worden. Die Polizei habe anschließend bei Durchsuchungen in Wohnungen der Verdächtigen mehrere Kilogramm verschiedene Drogen, Handelserlöse in Höhe von insgesamt mehr als 60.000 Euro, eine Pistole und händlertypische Utensilien sichergestellt.

Für den Prozess sind bislang 13 weitere Tage bis zum 10. Dezember vorgesehen.