Bad Arolsen/Berlin/Wiesbaden - Die Opfer, Angehörigen, Augenzeugen und Freunde an der Kaulbach-Schule in Bad Arolsen werden nach der Todesfahrt in Berlin von einem Team von Schulpsychologen betreut. Nach der Tat mit einer getöteten Lehrerin der Schule und mehreren verletzten Schülern aus einer zehnten Klasse waren fünf Mitglieder des Schulpsychologischen Kriseninterventionsteam (SKIT) an die nordhessische Schule gekommen. Eine Kollegin sei noch am Abend nach Berlin in das Hotel gefahren, in dem die Schülerinnen und Schüler untergebracht waren, teilte das hessische Kultusministerium der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag in Wiesbaden mit.

Acht Schulpsychologinnen seien am Tag nach der Tat an der Schule in Bad Arolsen. Eine Schulpsychologin sei am Donnerstag noch immer in Berlin und unterstütze die dortigen Familien mit den teilweise schwer verletzten Schülerinnen und Schülern. Eine weitere Schulpsychologin aus Hessen könne bei Bedarf zusätzlich in Berlin psychologisch Eltern und die verletzten Kinder unterstützen. Eine größere Zahl von hessischen Schulpsychologinnen und -psychologen des SKIT sei zudem weiterhin in Rufbereitschaft, berichtete das Ministerium.

Die Schüler und ihre Lehrer waren am Mittwochvormittag in der Nähe der Berliner Gedächtniskirche zu Fuß unterwegs, als das Auto in die Gruppe fuhr. Eine Lehrerin wurde dabei getötet, ein weiterer Lehrer schwer verletzt. Auch Schülerinnen und Schüler der Kaulbach-Schule sind unter den Opfern. Der Fahrer des Autos, ein 29-jähriger Deutsch-Armenier, wurde gefasst. Die Berliner Staatsanwaltschaft beantragte die Unterbringung in einer psychiatrischen Anstalt.