Queere Weihnachtsserie und Neues von „Avenue 5“

Ein Raumschiff auf Abwegen, ein LGBT-Weihnachten und ein moderner Klassiker zum Fest: Was sich jetzt zu streamen lohnt.

HANDOUT - Ramon Pujol (l) als Ramon in der spanischen Produktion «Smiley». Die Serie ist auf Netflix verfügbar.
HANDOUT - Ramon Pujol (l) als Ramon in der spanischen Produktion «Smiley». Die Serie ist auf Netflix verfügbar.Andrea Resmini/Netflix/dpa

Berlin-Ein paar Streaming-Tipps für die nächste Zeit:

Queere Weihnachtsserie

„Zwei Männer werden mit ihrer Freundesclique auf ihrer Suche nach der lang ersehnten wahren Liebe in Barcelona von Zweifeln, Patzern und verpassten Chancen herausgefordert“, beschreibt Netflix seine spanische Produktion „Smiley“, die sich hervorragend für die anstehenden Festtage eignet, wenn man Romantic Comedy und erwachsene, queere Stoffe mag. Die sechs Folgen von 45 Minuten sind keine typische, heterosexuell geprägte Weihnachtsserie. Hier gebe es in „diversen Nebenhandlungen - die eigentlich allesamt Haupthandlungen sind - lesbische Paare, Heteropaare, ältere Schwule, junge schwule Geflüchtete aus dem Senegal, Marktfrauen, die sich nach Zärtlichkeit sehnen, und ganz viel Sex“, freute sich das Portal „Queer.de“ und betonte, das Tolle sei, dass „es keine reine Weihnachtsgeschichte ist, sondern die Handlung Silvester umfasst und bis zu den Heiligen Drei Königen am 6. Januar geht“. Die Miniserie beruht auf einem Theaterstück von Guillem Clua.

Santa Clause als Serie

Die „Santa Clause“-Trilogie mit Comedy-Urgestein Tim Allen besteht aus den Filmen „Santa Clause - Eine schöne Bescherung“ (1994), „Santa Clause 2 - Eine noch schönere Bescherung“ (2002) und „Santa Clause 3 - Eine frostige Bescherung“ (2006). All diese Filme zeigt RTL an den Feiertagen mehrmals im linearen Fernsehen. Wer sehen möchte, wie es „Santa Clause“ Scott Calvin (gespielt vom 69-jährigen Allen) heute geht, der kann jetzt eine frische Serie bei Disney+ gucken. In der sechsteiligen Miniserie bemüht sich „Santa Clause“ darum, einen neuen Weihnachtsmann zu finden, um seine Rente genießen zu können. Die Serie wurde seit dem 16. November bis zum 14. Dezember veröffentlicht. Zum Fest ist nun also der gesamte Stoff online. Für Hardcore-Fans von Tim Allen als Santa Clause gibt es bei Disney also drei Filme (98 plus 106 plus 94 Minuten) und sechs Serienepisoden von jeweils etwa 30 Minuten (genau genommen 190 Minuten): Macht 488 Minuten, mehr als 8 Stunden „Santa Clause“. Ho-ho-ho!

Kaufhaus in stürmischen Zeiten

Die Kaufhausserie „Das Haus der Träume“ ist bei RTL+ jetzt in die zweite Staffel gegangen. Im Warenhaus Jonass treffen in den späten 1920er und frühen 1930er Jahren Menschen mit unterschiedlichsten Wünschen, Erwartungen und Hoffnungen aufeinander: Die mittellose Vicky (Naemi Florez), die der bitteren Armut auf dem Land entfliehen und ein neues Leben beginnen möchte und der aus gutem Hause stammende Harry (Ludwig Simon), der es nicht länger im goldenen Käfig aushält. Kaufhausbesitzer und Kriegsheld Arthur Grünberg (Alexander Scheer), den seine idealistischen Pläne bald an die Grenzen des Machbaren bringen und seine Frau Alice (Nina Kunzendorf), die zwischen der Sehnsucht nach Liebe und gesellschaftlichen Zwängen schwebt. Sie alle haben eines gemeinsam: Pläne, die sie um jeden Preis verwirklichen möchten.

Es fliegt ein Schiff nach Nirgendwo

In nicht allzu ferner Zukunft ist der Weltraumtourismus ein boomendes Geschäft. Kapitän Ryan Clark (Hugh Laurie) führt das luxuriöse Raumschiff „Avenue 5“ von Herman Judd (Josh Gad) und gerät in Schwierigkeiten, als das Schiff auf katastrophale Weise vom Kurs abkommt und aus einer achtwöchigen Kreuzfahrt eine achtjährige Reise wird. Die zweite Staffel setzt fünf Monate nach dem gescheiterten Versuch ein, das Schiff umzulenken. Die Crew - darunter die feurige Ingenieurin Billie (Lenora Crichlow), der unberechenbare Chef-Kundenbetreuer Matt (Zach Woods) und die treue rechte Hand Iris (Suzy Nakamura) - haben alle Hände voll zu tun, die zunehmend widerspenstigen Passagiere im Zaum zu halten, zu beruhigen, zu kontrollieren und sich auch mal vor ihnen zu verstecken. „Avenue 5“ ist mit acht neuen Episoden zurück bei Sky und Wow.

Neues aus dem Norden

Nach dem Tod seiner Frau stürzt sich der norwegische Kommissar Wisting (Sven Nordin) auf die Aufklärung bestialischer Gewaltverbrechen. Seine Kinder sind erwachsen und verfolgen ihre eigenen Ziele, auch wenn sich die Wege Wistings und seiner Tochter beruflich kreuzen. Ihr gilt vor allem seine Sorge, wenn er Kriminelle in die Ecke drängt. Die zweite Staffel der skandinavischen Krimiserie „Kommissar Wisting“ ist seit Freitag in der ARD-Mediathek zu sehen. Im klassischen Fernsehen läuft sie auch - und zwar am 26. Dezember um 21.45 Uhr im Ersten.