Demonstranten auf der Corona-Demo am 29. August in Berlin.
Foto: Imago Images/Future Image/Patrick Graf

Berlin/Stuttgart„Querdenken“-Organisator Michael Ballweg hat die Kritik zurückgewiesen, bei der Demonstration am Sonnabend in Berlin seien auch viele Rechtsextremisten und sogenannte Reichsbürger gewesen. „Ich habe keine Rechtsextremen gesehen“, sagte er in einem RBB-Interview am Dienstagabend. Aber man werde künftig noch mehr darauf achten. Zu Menschen mit Reichsflaggen habe man Ordner geschickt und von vielen gehört, „dass die Flaggen verteilt worden sind“. Seine Bewegung sei demokratisch, und weder Links- noch Rechtsextremisten noch gewaltbereites Potenzial gehörten dazu.

Nach den umstrittenen Großdemos gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin will die Initiative „Querdenken 711“ zum Einheitsfeiertag nun am 3. Oktober in Konstanz demonstrieren. Für die Demo in Baden-Württemberg solle auch in der Schweiz, in Österreich und in Frankreich mobilisiert werden, sagte Ballweg am Mittwoch im Deutschlandfunk. 

Als Reaktion auf die Demonstrationen hat der Berliner Senat am Dienstag eine Maskenpflicht für Demonstrationen mit mehr als 100 Teilnehmern beschlossen, die von Sonnabend an gelten soll. Die Verlegung ist Ballweg zufolge aber keine Reaktion auf die Maßnahme. „Nee, also gar nicht. Das ist ja auch schon am 29. auf der Bühne verkündet worden“, sagte er dem Deutschlandfunk.