Raclette und Fondue: Das müssen Sie beachten, um Keime zu vermeiden

Fleischfondue und Raclette sind an Silvester sehr beliebt. Um sich dabei keine Lebensmittelkeime einzufangen, sollte man ein paar Regeln beachten.

Rohes Hühnchen und andere tierische Rohprodukte für Fondue sollte man separat von fertigen Speisen lagern und vor dem Verzehr ausreichend erhitzen.
Rohes Hühnchen und andere tierische Rohprodukte für Fondue sollte man separat von fertigen Speisen lagern und vor dem Verzehr ausreichend erhitzen.dpa-tmn/Christin Klose

Wer Fleischfondue und Raclette zubereitet, sollte besonders auf die Hygiene achten. Dazu rät das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Denn nur so lassen sich Infektionen mit Campylobacter-Bakterien und anderen Lebensmittelkeimen vermeiden.

Raclette und Fondue: Eigenes Besteck verwenden

Rohes Fleisch, insbesondere Hühnerfleisch, gehört auf einen eigenen Teller, damit die Keime nicht auf fertiges Essen übergehen können. Zudem sollte man für tierische Rohprodukte nicht dasselbe Besteck benutzen wie für verzehrfertige Speisen. Denn sonst könnte das fertige Essen mit vorhandenen Krankheitserregern in Kontakt kommen.

Hände, Messer, andere Küchenutensilien und die Arbeitsflächen müssen nach dem Kontakt mit rohem Fleisch oder anderen tierischen Produkten wie rohen Hühnereiern und Rohmilch gründlich gereinigt werden. Insbesondere bevor man die Mahlzeit weiter zubereitet.

Lebensmittelkeime abtöten

Die Keime kann man nicht erkennen, denn sie verändern nicht den Geruch oder das Aussehen der Zutaten. Bei rohen Tierprodukten aus dem Tiefkühlschrank ist lediglich die Anzahl der Keime reduziert. Um den Erreger abzutöten, muss man die Zutaten erhitzen, also kochen, braten oder pasteurisieren. Dafür ist für mindestens zwei Minuten eine Kerntemperatur von 70 Grad Celsius nötig.

Eine Infektion mit Campylobacter-Keimen ist laut BfR die häufigste gemeldete lebensmittelbedingte bakterielle Erkrankung in Deutschland sowie der EU. Im Jahr 2021 wurden allein in Deutschland rund 47.900 Fälle registriert.

Schon geringe Mengen der Keime können ausreichen, um Bauchweh und Durchfallerkrankungen auszulösen. In Einzelfällen kam es auch zu schwerwiegende Nervenerkrankungen oder Gelenkentzündungen.