BerlinBei einem Verkehrsunfall in Köpenick ist in der Nacht zu Sonntag ein 42-jähriger Mann ums Leben gekommen. Ein Kleintransporter war nach Angaben der Polizei am Samstagabend gegen 21.50 Uhr  auf dem Fürstenwalder Damm im Ortsteil Rahnsdorf rechts von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Alleebaum gerast. Durch die Wucht des Aufpralls wurde die Karosserie in mehrere Teile gerissen. Ein Feuerwehrsprecher sprach von massiven Schäden, die bei Verkehrsunfällen in der Stadt sehr selten sind. 

Alarmierte Polizisten waren zuerst am Unfallort und leisteten Erste Hilfe. Die Beamen eines Abschnitts sowie einer Einsatzhundertschaft reanimierten den 42-jährigen Beifahrer bis zum Eintreffen der Feuerwehr. „Die Rettungskräfte haben dann übernommen und bis ins Krankenhaus weiter um sein Leben gekämpft“, erklärte ein Polizeisprecher. Trotz der über einstündigen Reanimation starb der Mann kurze Zeit später in der Klinik. „Sieben Einsatzkräfte standen unter dem Eindruck des Geschehens und mussten ihren Dienst beenden“, so der Polizeisprecher. 

Der 34-jährige Fahrer des Transporters erlitt Schnittverletzungen im Gesicht, die behandelt werden mussten. Da der Verdacht bestand, dass er Alkohol getrunken hatte, veranlasste die Polizei eine Blutprobe. Außerdem wurde sein Führerschein beschlagnahmt. Wie ein Sprecher der Berliner Polizei mitteilte, wurde der Fahrzeugführer stationär in ein Krankenhaus aufgenommen.

Warum der VW Bus von der Straße abkam, sei bisher noch unklar. Nach ersten Erkenntnissen gab es keine Fremdeinwirkung, das Fahrzeug soll mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein. Das sagte die Polizei am Sonntagmorgen der Berliner Zeitung.

Spezialisten des Landeskriminalamtes und der DEKRA waren stundenlang mit der Unfallaufnahme beschäftigt. Die Auswertungen seien noch längst nicht abgeschlossen, hieß es. Die Fürstenwalder Allee war bis 4.45 Uhr gesperrt. Mitarbeiter der BVG hatten vor Ort die Lenkung des öffentlichen Nahverkehrs übernommen. 

Nach unbestätigten Informationen soll der Kleinbus zu einer Firma gehören, die Bekleidung vertreibt und unweit des Unfallorts ihren Firmensitz hat. Der 34-jährige Fahrer soll in der Nähe wohnen.