Dschidda - Die 43. Rallye Dakar ist am Schlusstag von einem Todesfall überschattet worden. Der französische Motorradpilot Pierre Cherpin erlag am Freitag bei einem Transportflug aus Dschidda in die Heimat schweren Kopfverletzungen, die er sich bei einem Sturz auf der siebten Etappe zugezogen hatte. Cherpin wurde 52 Jahre alt. Der gesamte Dakar-Tross spreche seiner Familie das tiefste Mitleid aus, hieß es in einer Mitteilung.

Der Husqvarna-Pilot war auf der Etappe von Ha’il nach Sakaka in Saudi-Arabien gestürzt. Ärzte hatten ihn nach seinem Unfall bewusstlos aufgefunden. Im Krankenhaus von Sakaka war ein schweres Schädel-Hirn-Trauma festgestellt worden. Nach einer Not-OP war Cherpin in ein künstliches Koma versetzt worden, in den vergangenen Tagen sei sein Zustand stabil gewesen. Von Sakaka über Dschidda sollte er nun ins französische Lille geflogen und in einem Krankenhaus behandelt werden.

Amateurpilot Cherpin nahm zum vierten Mal nach 2009, 2012 und 2015 an der Dakar teil. „Mir geht es nicht um den Sieg. Ich möchte die Landschaften entdecken, die ich ohne die Dakar nie sehen würde“, hatte Cherpin vor dem Start gesagt. Sein Tod ist der erste Todesfall unter den Rallye-Teilnehmern in diesem Jahr und der 27. in der Geschichte der Wüstenrallye.

Am häufigsten betroffen von den Todesfällen bei dem seit 1978 ausgetragenen Event ist die Motorradklasse, bislang starben 22 Zweirad-Piloten. Hinzu kommen zwei Tote aus dem Bereich Lkw und drei aus der Autowertung. Prominentestes Opfer war im Jahr 1986 Thierry Sabine. Der Direktor und Gründer der Rallye kam am 14. Januar während der Dakar bei einem Hubschrauberabsturz in Mali ums Leben.