Berlin - Sie strahlt in die Kamera, hat augenscheinlich kein Oberteil an, ihre Brust ist lediglich von einem Fußball verdeckt. Ran-Moderatorin Andrea Kaiser hat zum Start der Bundesliga auf ihrer Facebook-Seite und bei Twitter ein Selfie veröffentlicht, das nun heiß diskutiert wird. Ihr wird vorgeworfen, mit dem Post Sexismus und Klischees zu bestätigen. Andrea Kaiser wehrt sich gegen den Vorwurf. 

„Endlich!!! Der rollt wieder und ich darf auch wieder RAN“, schreibt die Moderatorin zu dem Foto, auf dem sie strahlend einen Fußball in die Kamera hält. Und weiter: „ Nach so langer Zeit ohne Fußball fühlt es sich ein bisschen so an wie vor einem ersten Date und Heimkommen.“ Sie sei „nervös“. Über 3000 Menschen, darunter auch Playboy-Chef Florian Boitin, quittieren das Foto mit dem berühmten Daumen-Hoch-Symbol oder Herzchen. Doch es gibt auch User, die Andrea Kaiser scharf kritisieren. 

„Würdest Du eigentlich das gleiche bei einem Mann schreiben?“

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„Gefühlt die ganze Frauenwelt kämpft gegen Klischees, Sexismus und Respekt. Und dann stellt sich eine der wenigen Moderatorinnen in dieser „Männerdomäne“ hin und bestätigt auch noch den Sexismus und das Klischee“, schreibt ein Mann. Er wolle „Fußball sehen“ und niemanden, „der sich nackt macht oder zumindest die Gedanken provozieren will“. Sein Fazit: „Sehr unprofessionell.“

Andrea Kaiser will die Vorwürfe nicht einfach stehen lassen. Obwohl sie seit „fast 20 Jahren in dieser Männerdomäne“ arbeite, habe es „keinen einzigen Moment“ gegeben, in dem sie sich „über Sexismus oder mangelnden Respekt hätte beschweren“ können. Dann will sie von ihrem Kritiker wissen: „Würdest du eigentlich das gleiche bei einem Mann schreiben?“

Zudem sei Gleichberechtigung für sie „kein Kampf, sondern eine Lebensweise, zu der alle beitragen!“ Weiterhin sei ihr „ganz wichtig: ein lustiges easy Foto sollte man nie ernster nehmen als es ist“.