Zum Verkaufsstart des 9-Euro-Ticket haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ein Video veröffentlicht, in dem sie ein Lied des deutschen Sängers Danger Dan parodieren. Das Video kommt jedoch nicht bei jedem gut an. Twitter-Nutzer kritisieren in den sozialen Medien nun die BVG scharf.

„Danger Dan der seinen vermutlich einzig wichtigen Song an den BVG verkauft ist, ein weiterer Beweis dass der „bürgerlich demokratische“ Antifaschismus nichts ist als ein bedeutungsloses Aushängeschild“, so ein Nutzer. In Danger Dans Lied „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“ griff der Sänger rechte Politiker, sowie die Polizei und den Verfassungsschutz scharf an. Twitter-Nutzer empören sich nun, dass das Lied zu kommerziellen Zwecken genutzt wird.

Doch dies ist nicht der einzige Kritikpunkt. Im Video, in dem ein Sänger mit einem Klavier anstelle von BVG-Bussen und -Bahnen durch die Stadt fährt, ist ein Mann zu sehen, der die Schmierereien von dem Klavier entfernt. „Die @BVG_Kampagne bewirbt das 9-Euro-Ticket mit einer Danger Dan Parodie, in der ein rassfizierter Mann den Flügel vom Protagonisten putzen darf,“ merkt ein Nutzer oder eine Nutzerin an. Er oder sie fordert in der Beschreibung des eigenen Profils: „Stoppt Diskriminierung und Gewalt durch Kontrolleur*innen und Sicherheitspersonal der BVG“.

Die Rassismus-Vorwürfe gegen Kontrolleure der BVG sind nicht neu. Im Mai verklagte der Opernsänger Jeremy Osbourne die BVG. Er wirft der BVG vor, von Kontrolleuren, die für die BVG unterwegs waren, im Oktober 2020 rassistisch beleidigt und auch verletzt worden zu sein. Ein Urteil gibt es noch nicht.