St. Peter-Ording: Tote Fische liegen am Nordseestrand.
Foto: dpa/Rainer Schulz/Schutzstation Watt Quelle Schutzstation Wattenmeer

St.Peter Ording/CuxhavenAn der Nordseeküste von Niedersachsen und Schleswig-Holstein sind in den vergangenen Tagen an mehreren Orten hunderte tote Heringe angeschwemmt worden. Wie die Schutzstation Wattenmeer mitteilte, ist die Ursache für das Massensterben noch völlig unklar. „Das Meerwasser ist nur etwa 20 Grad warm, und Heringe weichen vor Überhitzung normalerweise in tieferes Wasser aus“, sagt der Biologe Rainer Borcherding. Möglicherweise seien die nur wenige Monate alten Tiere in Kontakt mit giftigen Algen gekommen, die sich auf Grund der warmen Witterung zu entwickeln beginnen.

An den Fundstellen wurden Proben entnommen. Die Ergebnisse der Analysen sollen in einigen Tagen vorliegen. Nach Informationen des Internetportals BeachExplorer.org wurden die Fische vor Büsum, Eiderstedt, Nordstrand und im Bereich der Elbmündung in Cuxhaven angeschwemmt.

Umweltschützer hatten wegen des Fischesterbens die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. BUND, NABU und WWF stellten Strafanzeige gegen Unbekannt, teilte der NABU-Landesverband Hamburg auf seiner Homepage mit. Demnach würden Anwohner vermuten, dass die Baggerarbeiten für die Elbvertiefung Auslöser des massenhaften Fischtods seien.