Berlin - Die Berliner Polizei hatte mit Fotos nach einem mutmaßlichen Räuber gefahndet. Nur wenige Stunden nachdem die Bilder veröffentlicht wurden, stellte sich am Montagnachmittag der gesuchte Mann auf einem Polizeiabschnitt in Berlin. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um einen 25-jährigen Mann, der nach erkennungsdienstlicher Behandlung mittlerweile wieder auf freiem Fuß ist. 

Der Verdächtige soll bereits am 17. September 2019 am Alexanderplatz in Mitte einen Diebstahl und eine räuberische Erpressung begangen haben. Da die Ermittler in dem Fall nicht weiterkamen, veröffentlichten sie Bilder aus einer Überwachungskamera. Eines der Fotos stellte das Opfer zur Verfügung. Es zeigte den mutmaßlichen Räuber mit freiem Oberkörper.

Kurz nach der Tat: Dieb bot dem Opfer die Tasche für 50 Euro an

Der 25-Jährige soll der Polizei zufolge die Tasche eines 28-Jährigen gestohlen haben, als dieser im S-Bahnhof Alexanderplatz in einem Fotoautomaten saß. Als das Opfer den Verlust bemerkte, habe es die Umgebung abgesucht. Dabei sprach ihn dann der gesuchte Mann an. Er soll vorgeschlagen haben, ihm die Tasche gegen eine Zahlung von 50 Euro zurückzugeben. 

Als der 28-Jährige den Vorschlag verwundert ablehnte, soll ihm der Unbekannte mit Schlägen gedroht haben. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, zog er sich aus und präsentierte seinen freien Oberkörper. Dabei sei auch eines der Fotos entstanden, welches die Polizei veröffentlichte. Der 28-Jährige zahlte dem Unbekannten das Geld, woraufhin er seine Tasche zurückbekam. 

Nachdem bekannt gegeben wurde, dass sich der gesuchte Mann gestellt hat, entfernte die Redaktion der Berliner Zeitung die von der Polizei veröffentlichten Fotos.