Polizisten vor dem Karstadt am Hermannplatz.
Foto: dpa/Fabian Sommer

BerlinIm Karstadt am Hermannplatz haben am Freitagnachmittag vier Männer versucht, eine Bankfiliale zu überfallen. Die Täter hätten in der Filiale der Postbank ein Sprühgerät mit Reizgas entleert, sagte ein Polizeisprecher der Berliner Zeitung. Die Männer wollten in der Bank einem Geldboten die Tasche zu entreißen. Dies sei jedoch missglückt, hieß es. Der Mitarbeiter des Geldtransportunternehmens wehrte sich gegen die Räuber, so dass sie schließlich Reißaus nahmen. In der Bankfiliale sollte laut Polizei gerade ein Geldautomat aufgefüllt werden.

Zwischenzeitlich war die Lage unübersichtlich. Es gab widersprüchliche Angaben von Zeugen. Einige wollen gesehen haben, wie die Täter mit einem Auto flüchteten, andere, wie die Männer ins Warenhaus liefen. Das Gebäude wurde mit SEK-Kräften durchsucht, sagte der Sprecher. Die Durchsuchung und Spurensicherung dauerte bis zum späten Nachmittag. Die Polizei war mit rund 150 Beamten im Einsatz.

Fahndung nach einem dunklen Audi

Nach den Räubern und dem Fluchtwagen - einem dunklen Audi - wurde noch am Abend gefahndet. „Wir haben Täterbeschreibungen“, sagte der Polizeisprecher. Die Ermittler haben unterdessen herausbekommen, dass Kennzeichen und Fahrzeug nicht übereinstimmen.

Laut Feuerwehr wurden zwölf Verletzte der Reizgasattacke behandelt. Vier von ihnen seien in Kliniken gebracht worden. 

Das Karstadt-Kaufhaus wurde mit rot-weißem Flatterband weiträumig abgesperrt. An den Eingängen waren Beamte mit schusssicheren Westen postiert. Mindestens ein Dutzend Polizeiwagen fuhren auf. Auch der Hermannplatz war gesperrt. Am U-Bahnhof führen die Züge der Linien U7 und U8 ohne Halt durch. (mit dpa)