Berlin - Es sind kleine, unauffällige Geräte, die keinen Platz wegnehmen, aber unter Umständen Leben retten können: Rauchwarnmelder. In den meisten Wohnungen und Häusern in Deutschland hängen sie bereits an der Decke - teilweise schon seit knapp zehn Jahren. In Berlin ist das seit Ende 2017 Pflicht für Neu- und Umbauten, für Bestandsbauten galten aber Übergangsfristen.

Diese Frist endet nun zum Jahreswechsel: Ab dem 1. Januar müssen auch in Berlin Rauchwarnmelder installiert sein. Die Rauchmelder-Pflicht gilt auch für Einzimmer-Appartements, Einfamilienhäuser, sowie Wochenend- und Ferienhäuser mit mehr als 50 Quadratmeter Fläche. 

Rauchmelder müssen im Wohn- und Schlafzimmer, Kinderzimmer und in Fluren, die als Rettungswege gelten, installiert sein. Ausgenommen sind Bad, Keller, Küche, Hobbyraum, Speisekammer, Dachboden, Abstellkammer, Waschküche, Wandschränke, Treppenhaus und begehbare Schränke. Die Rauchmelder müssen immer an der Decke montiert sein. Es muss dabei ein Abstand von mindestens einem halben Meter von der Wand, einem Stützbalken oder Einrichtungsgegenständen gewährleistet sein.

Bei Mietwohnungen ist laut Berliner Bauordnung der Vermieter für den Einbau der Rauchmelder verantwortlich, die Kosten kann er aber mit bis zu acht Prozent auf die Mieter umlegen.

Rauchwarnmelder nach zehn Jahren auswechseln

Rauchwarnmelder haben eine Lebenserwartung von zehn Jahren. Für die Wartung der Rauchmelder ist in Berlin der Mieter zuständig. Für den Austausch sind aber generell die Wohnungseigentümer verantwortlich. Das teilt die Initiative Elektro+ mit.

Die Experten raten dazu, beim Kauf eines Rauchwarnmelders auf Qualität und Gütesiegel zu achten. Auf der sicheren Seite steht man demnach mit dem „Q“-Siegel. Das ist ein Qualitätssiegel des Forums Brandrauchprävention. Es steht für Sicherheit, Langlebigkeit und Qualität des Geräts.