Brüssel - In Belgien hat die Polizei mehrere Militärkasernen und Privathäuser wegen mutmaßlich rechtsextremer Aktivitäten von Soldaten durchsucht. Die Soldaten würden verdächtigt, „Botschaften zu verbreiten oder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, die zur Begehung von Straftaten im Zusammenhang mit Terrorismus verleiten sollen“, teilte die belgische Bundesanwaltschaft am Mittwoch in Brüssel mit.

Der Fall stehe im Zusammenhang mit mutmaßlich rechtsextremen Kreisen, hieß es weiter. Demnach durchsuchte die Polizei von Charleroi im Süden Belgiens drei Militärkasernen und acht Privathäuser. Festnahmen habe es keine gegeben.

Nach Informationen der belgischen Zeitung Le Soir und des öffentlich-rechtlichen Senders RTBF zielten die Durchsuchungen auf vier bis fünf Soldaten ab, die im Verdacht stehen, Verbindungen zur extremen Rechten in Belgien zu haben. Die Männer sollen vor allem über Online-Netzwerke extremistische Ansichten ausgetauscht haben.