RBB-Intendantin will Sender-Geschäftsleitung verkleinern

Katrin Vernau will den Posten der Juristischen Direktorin streichen. Die Arbeit könnte die Verwaltungsdirektion übernehmen.

Die Interimsintendantin des RBB, Katrin Vernau, will den Posten der Juristischen Direktorin streichen.
Die Interimsintendantin des RBB, Katrin Vernau, will den Posten der Juristischen Direktorin streichen.Imago/Carsten Dammann

Die Interimsintendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), Katrin Vernau, strebt eine Verkleinerung der Geschäftsleitung in dem krisengeschüttelten ARD-Sender an. Vernau sagte am Montag im Hauptausschuss des brandenburgischen Landtags in Potsdam: „Ich denke, dass wir keine Juristische Direktorin in Zukunft mehr haben werden.“ Die Juristische Direktion kümmere sich derzeit auch um die Bereiche Beitragsservice, Honorare und Lizenzen – diese könnten an die Verwaltungsdirektion abgegeben und so die Juristische Direktion verkleinert werden. Über Weiteres habe sie noch nicht nachgedacht, ergänzte Vernau.

Die Geschäftsleitung setzt sich bislang aus den Posten Intendantin, Verwaltungsdirektor, Programmdirektor, Produktions- und Vertriebsdirektor und Juristische Direktorin zusammen.

Inmitten des Skandals bei dem öffentlich-rechtlichen Sender um Vorwürfe der Vetternwirtschaft rund um die fristlos entlassene Intendantin Patricia Schlesinger gab es auch bei der in die Kritik geratenen Geschäftsleitung personelle Konsequenzen. Vor Kurzem berief der RBB-Rundfunkrat die Juristische Direktorin Susann Lange ab. Vernau hatte dem Kontrollgremium den Vorschlag gemacht. Der Sender nannte aus Gründen des Persönlichkeits- und Datenschutzes keine Details.

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