RBB-Rundfunkrat verschiebt Wahl von Interimsintendanz

Ursprünglich sollte ein Nachfolger für Patricia Schlesinger am Mittwoch gewählt werden, doch der Termin wird verschoben.

 Das Logo des öffentlichen Senders Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB)
Das Logo des öffentlichen Senders Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB)dpa/Monika Skolimowska

Die für Mittwoch geplante Sitzung des RBB-Rundfunkrats wegen der Wahl eines Interimsintendanten wird verschoben. Der amtierende Rundfunkratsvorsitzende Dieter Pienkny sagte am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur: „Es wird morgen keine Rundfunkratssitzung geben und damit auch keine Wahl.“ Die Sitzung soll laut dem RBB in der kommenden Woche nachgeholt werden – einen genauen Termin gibt es aber noch nicht.

Pienkny sagte weiter: „Wir brauchen noch einige Tage Zeit in der Findungskommission, um uns noch einige Kandidaten anzusehen.“ Der Rundfunkratschef machte zugleich klar, dass man sich darüber bewusst sei, dass es ein kleines Zeitfenster gebe, um eine Interimslösung zu finden.

Der Rundfunkrat hatte beschlossen, dass der Sender für maximal ein Jahr einen Interimsintendanten bekommen soll. Nach dem Rücktritt und der fristlosen Entlassung der RBB-Intendantin Patricia Schlesinger Anfang August wegen Vorwürfen der Korruption und Verschwendung von Beitragsgeldern sucht der Sender einen Neuanfang. Gegen Schlesinger, ihren Mann Gerhard Spörl und den früheren Vorsitzenden des RBB-Verwaltungsrats Wolf-Dieter Wolf ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Berlin wegen des Verdachts der Untreue und der Vorteilsannahme.