Mehr als elf Jahre nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima dürfen erstmals frühere Bewohner in einige Gebiete zurückkehren. Nach der Nuklearkatastrophe waren jahrelang mehr als 300 Quadratkilometer Landfläche gesperrt. Wie die Tagesschau berichtet, kehren jedoch nur wenige Menschen zurück.

Die Reaktorkatastrophe in Fukushima begann am 11. März 2011 mit einem Erdbeben, das durch einen nachfolgenden Tsunami Tausende Japaner tötete und das Atomkraftwerk stark beschädigte. In drei Blöcken kam es zu sogenannten Kernschmelzen. Große Mengen an radioaktivem Material wurden freigesetzt und verseuchten die Umwelt.

In Deutschland beschloss die damalige Bundesregierung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) unter dem Eindruck des Reaktorunfalls, dass die Bundesrepublik aus der Atomkraft aussteigt.

Fukushima: Beseitigung nuklearer Verschmutzung ist schwierig

Noch immer sind in der Region um Fukushima nicht alle Spuren beseitigt. Zwölf Millionen Kubikmeter verseuchter Erde wurden bereits abgetragen; doch in den am stärksten betroffenen Bergwaldgebieten, in denen die radioaktive Strahlung mehr als das Zehnfache der Strahlung in der Ebene beträgt, gingen die Aufräumarbeiten nur sehr langsam voran. Vielerorts stapeln sich weiterhin schwarze Müllsäcke.

Ein Angestellter im Regionalbüro für Umweltangelegenheiten erklärt: „Wenn wir die in den Untergrund eingedrungenen radioaktiven Stoffe beseitigen wollen, müssen wir uns tief durch die Bodenbedeckung der Oberflächenvegetation graben.“ Durch starke Regenfälle sei das Gebiet anfällig für Erdrutsche. Es gebe noch keinen genauen Plan, wie die Spuren nuklearer Verschmutzung vollständig beseitigt werden könnten.

Die Landwirtschaft war vor dem Unglück eine Schlüsselbranche Fukushimas und soll so gut wie möglich wiederbelebt werden. Der Wiederaufbau bleibt mühsam – in einem Ort kamen laut Tagesschau mit der Evakuierungsaufhebung nur vier von 30 Haushalten zurück.