Realschullehrer verschärfen Kritik an Offenhaltung der Schulen

Der Vorsitzende des Realschullehrerverbands (VDR) hält Regelunterricht bei Inzidenzwerten von mehr als 200 für nicht mehr durchführbar.

Sollen die Schulen um jeden Preis offen gehalten werden? Nein, sagt der Verband der Realschullehrer.
Sollen die Schulen um jeden Preis offen gehalten werden? Nein, sagt der Verband der Realschullehrer.dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Berlin-Der Verband deutscher Realschullehrer übt wiederholt Kritik an den Kultusministern bezüglich der Offenhaltung der Schulen. VDR-Chef Jürgen Böhm bemängelte gegenüber dem Portal news4teachers, dass die Schulen geöffnet blieben, „völlig unabhängig von Inzidenzwerten oder bisher kommunizierten Stufenplänen, die überlegte Maßnahmen wie Gruppenunterricht, Hybridunterricht bis hin zu Schulschließungen bei bestimmten Grenzwerten vorgeben sollten“. Unterricht sei bei einem regionalen Inzidenzwert von weit über 200 nicht machbar, so Böhm.

Zwar sähen es alle Lehrkräfte als erste Aufgabe an, dass Bildung im Präsenzunterricht oberste Priorität haben sollte. Dies müsse aber auch möglich sein.

Böhm betonte: „Die Verantwortlichen sollten sich aber bewusst sein, dass der Bildungsauftrag auch umgesetzt werden kann. Bildung und Unterricht müssen tatsächlich durchführbar sein. Und diese Bildung muss unter Rahmenbedingungen stattfinden können, die für alle tragbar sind, die Bestand haben und nicht ständig verändert werden. Schüler, Lehrkräfte und deren Familien müssen bestmöglich geschützt werden.“