Die Baustelle der Gigafabrik des Automobilherstellers Tesla hatte einen Tag lang kein Wasser. 
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GrünheideDas Wasser auf der Baustelle der Gigafabrik des US-amerikanischen Automobilhersteller Tesla läuft wieder. Wie der Wasserverband Strausberg-Erkner am Freitag mitteilte, hat der Konzern die offene Rechnung für sein Projekt in Grünheide beglichen, nachdem das Wasser am Donnerstag abgedreht worden war. Der Wasserverband hatte nach eigenen Angaben den Hahn zugedreht, weil das Geld dafür nicht bezahlt worden war.

„Die Zahlung ist mittlerweile eingegangen und die Kollegen sind unterwegs, um die Sperrung aufzuheben“, sagte die Sprecherin des Wasserverbands Strausberg-Erkner, Sandra Ponesky. Die geplante Fabrik nahe Berlin soll rund 1,4 Millionen Kubikmeter Wasser im Jahr verbrauchen. Die Vorbereitungen für die Leitungen seien bereits in vollem Gang, hieß es. Sie müssten jetzt nur noch an das vorhandene Netz angeschlossen werden, so die Sprecherin des Wasserverbandes. Das Netz verlagere sich wegen des Großabnehmers Tesla in den Süden. Die Genehmigungen verschiedener Behörden und Grundstücksfragen stünden noch aus. 

Die Bauzeit für die Wasserleitungen soll bis zu drei Monate dauern

Die größte Herausforderung beim Bau der Wasserleitungen ist nach Angaben des Wasserverbands das Schmutzwasser, das nach Erkner geleitet werden soll. Das Trinkwasser soll aus Freienbrink kommen. Wann der Bau der Wasserleitungen beginnen kann, ist bisher offen. „Die reine Bauzeit sind zwei bis drei Monate“, sagte Ponesky. Tesla unterzeichnete nach etwa drei Wochen Bedenkzeit in der Nacht zu Dienstag den Vertrag zur Wassererschließung, in dem es um Wasserversorgung und Abwasserentsorgung für die erste Ausbaustufe der Fabrik geht. 

Tesla will ab dem kommenden Sommer Elektroautos an dem neuen Standort herstellen. In einer ersten Stufe sind 500.000 Elektroautos pro Jahr mit rund 12.000 Mitarbeitern geplant. Umweltschützer und Anwohner befürchten negative Folgen für Natur und Grundwasser durch den Bau. Die umweltrechtliche Genehmigung für das Projekt durch das Land Brandenburg steht noch aus. Tesla baut aber mit vorläufigen Genehmigungen für einzelne Bauschritte.