Ein Einsatzfahrzeug der Berliner Polizei steht vor dem Brandenburger Tor in Berlin.
Foto: Imagoimages/Florian Gaertner

BerlinIn einer internen Chatgruppe einer Dienstgruppe der Berliner Polizei sollen sich mehr als 25 Beamte rassistisch ausgetauscht haben. Vor allem sieben Beamte sollen sich darin regelmäßig klar rassistisch sowie rechtsextrem geäußert haben. Die sei häufig in Form von vermeintlichen Witzen geschehen, heißt es in einem aktuellen Bericht des ARD-Magazins „Monitor“. Die Kollegen der Polizisten hätten die Äußerungen zudem häufig mit Zustimmung kommentiert.

Muslime sollen als „fanatische Primatenkultur“ bezeichnet und Flüchtlinge mit Vergewaltigern oder Ratten gleichgesetzt worden sein. Zudem seien Neonazis als mögliche „Verbündete“ bei linken Demonstrationen genannt  worden, so die Vorwürfe. 

Ein Vorgesetzter der Gruppe sei über die rassistischen Äußerungen in dem Chat informiert gewesen, heißt es in dem Bericht weiter. In einer internen Email habe er die Beamten demnach aufgefordert, keine strafrechtlich relevanten Inhalte zu teilen.

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) erklärte dazu laut dem ARD-Magazin: „Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, ist dies absolut inakzeptabel und hat nichts mit einer modernen, weltoffenen Hauptstadtpolizei zu tun.“  Die Berliner Polizeibehörde erklärte inzwischen, es sei „unerträglich, solche unter uns zu wissen, die sich aufgrund ihrer Herkunft über andere erheben und den Ruf eines ganzen Berufsstandes schädigen“. Gegen die verdächtigten Kollegen seien unmittelbar ein Strafverfahren eingeleitet und die Ermittlungen aufgenommen worden, heißt es in der Stellungnahme.