Die Bundesregierung will nach Informationen des Handelsblatts den ermäßigten Mehrwertsteuersatz für die Gastronomie über das Jahresende hinaus verlängern. Das berichtete die Zeitung am Mittwoch unter Berufung auf Regierungs- und Koalitionskreise. Ausgerechnet jetzt, da die Preise so stark steigen wie lange nicht mehr, dürfe kein weiterer Preisschock auf Restaurantbesucher zukommen, hieß es.

Der Mehrwertsteuersatz für Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen war, mit Ausnahme von Getränken, im Zuge der Corona-Pandemie 2020 auf sieben Prozent gesenkt worden. Zum Ende dieses Jahres sollte er nach den ursprünglichen Plänen wieder auf 19 Prozent steigen.

Unklar ist noch, ob der Steuersatz dauerhaft auf sieben Prozent gesenkt wird

Offen ist dem Bericht zufolge noch die Frage, ob es noch einmal eine weitere befristete Verlängerung gibt, oder ob der Satz dauerhaft auf sieben Prozent gesenkt wird. Darüber sei sich die Ampel derzeit uneins.

Die Grünen-Finanzpolitikerin Katharina Beck sagte dem Handelsblatt: „Wir können uns vorstellen, die Mehrwertsteuer in der Gastro noch eine Zeitlang reduziert zu lassen.“ Einer dauerhaften Absenkung wollen die Grünen demnach aber vorerst nicht zustimmen. Die Bundesregierung rechnet laut Handelsblatt damit, dass Restaurants und Bars durch den ermäßigten Satz pro Jahr Steuern in Höhe von 3,4 Milliarden Euro sparen.