Kingston - Der jamaikanische Musikproduzent und Musiker Lee „Scratch“ Perry ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Wie der Guardian in einem Nachruf auf den Musiker schreibt, berichteten jamaikanische Medien, dass Lee „Scratch“ Perry in einem Krankenhaus in Lucey gestorben sei. Die Todesursache wurde demnach noch nicht bekannt gegeben. Jamaikas Premierminister Andrew Holness kondolierte bereits auf Twitter.

Lee „Scratch“ Perry war eine der einflussreichsten Persönlichkeiten in der Entwicklung des Reggae, Ska und des Dub in Jamaika. Er arbeitete mit vielen Größen des Reggae, aber auch mit Musikern anderer Genres zusammen, darunter Bob Marley and the Wailers, the Congos, Adrian Sherwood und den Beastie Boys.

Bekannt wurde er vor allem durch seine exzentrische Art sowie durch seinen äußerst gewagten Umgang mit Effekten und Mischpult. „Man könnte Lee Perry gar nicht auf eine Sache reduzieren – er ist der Salvador Dali der Musik“, sagte Keith Richards dem Magazin Rolling Stone im Jahr 2010.

1973 gründete Lee „Scratch“ Perry in Kingston das Black Ark Studio, in dem fast alle bekannten Musiker Jamaikas zu Gast waren. Seine berühmtesten Werke nahm er mit den Upsetters auf: „Blackboard Jungle“ (1973) und „Super Ape“ (1976).