Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird eher nicht Präsidentin des Deutschen Fußball-Bundes. Nachdem Rio-Weltmeister Bastian Schweinsteiger bei der Suche nach einer neuen DFB-Führungspersönlichkeit mit diesem nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag überrascht hatte, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag auf der Regierungspressekonferenz in Berlin, Merkel (66) habe gesagt, „dass sie keine weiteren politischen Ämter sucht“. Er sei ganz sicher, dass sich diese Aussage auch auf die Führungsposition im DFB erstrecke.

Schweinsteiger hatte am Donnerstagabend beim DFB-Pokalfinale zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig (4:1) in der ARD gesagt: „Ich kenne auch eine erfahrene Dame, die ist ab Oktober frei. Die Frau Merkel, die wäre natürlich auch was. Die kennt sich aus.“ Bundeskanzlerin Angela Merkel wird ihr Amt nach der kommenden Bundestagswahl abgeben. „Wenn der DFB es so will, kann ich ein wenig helfen“, sagte Schweinsteiger augenzwinkernd.

DFB-Präsident Keller vor Rücktritt

Gegen den DFB-Präsidenten Fritz Keller (64) läuft am Freitag ein Verfahren vor dem DFB-Sportgericht. Er muss sich für seinen Nazi-Vergleich gegen den DFB-Vizepräsidenten Rainer Koch verantworten. Für Montag hat Keller seinen Rücktritt angekündigt.