Kolbaskowo - Auf der Bahnstrecke zwischen dem polnischen Stettin (Szczecin) und Tantow in Brandenburg ist ein Regio-Zug entgleist. Er war unterwegs nach Berlin und stieß am Donnerstagmorgen an einem Bahnübergang in dem Dorf Kolbaskowo mit einem Lastwagen zusammen. Dies berichtet die polnische Nachrichtenagentur PAP unter Berufung auf die Feuerwehr. Der Unfall ereignete sich drei Kilometer vor der deutschen Grenze.

Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn AG in Berlin sagte, war ein Regionalzug mit 39 Reisenden an einem Bahnübergang mit einem Lastwagen zusammengestoßen und entgleist. Nach ersten Ermittlungen war der Lkw-Fahrer im polnischen Dorf Kolbaskowo unmittelbar an der Grenze über den unbeschrankten Übergang gefahren und hatte den Zug übersehen. Reisende müssten nun bis zum 8. August mit Einschränkungen auf der Bahnstrecke Berlin–Stettin rechnen.

Acht Menschen wurden mit leichten Verletzungen wie Schürfwunden und Prellungen ambulant behandelt. Niemand musste ins Krankenhaus gebracht werden. Auch der Lkw-Fahrer konnte sein Fahrzeug aus eigener Kraft verlassen. Bei der Kollision wurde der erste Triebwagen sehr stark beschädigt, der zweite Triebwagen ebenfalls leicht deformiert, hieß es. Die Höhe des Schadens sei unklar.

imago/Sebastian Nowik
Durch die Wucht des Aufpralls sprangen Waggons aus den Gleisen.

Der Bahnverkehr an der Unglücksstelle wurde vorübergehend unterbrochen. Es wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die Regio-Bahn RE66 fährt täglich von Szczecin Glowny nach Berlin-Gesundbrunnen und hat elf Stationen. 

Reisende sollen von Berlin bis Angermünde weiter mit Zügen fahren können, von Angermünde über Tantow (Uckermark) nach Stettin werde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Von Mecklenburg-Vorpommern aus ist die polnische Großstadt Stettin sonst über die Ost-West-Bahnstrecke von Neubrandenburg über Pasewalk nach Grambow erreichbar.